Nachruf Dr. Anton Hasenböhler

Toni ist in den 90er Jahren in die damalige Ketol AG und damit in die Schädlingsbekämpfungsbranche eingestiegen. Seiner Zeit voraus setzte er sich für einen konsequenten IPM-Ansatz ein: in der Firma, bei Kunden und in seinem fachlichen Netzwerk. Toni zeichnete aus, dass er enorm geradlinig war und mit sehr viel Energie und Fachwissen den Dingen auf den Grund gegangen ist. Das hat ihn als Geschäftsführer bei Ketol so erfolgreich gemacht. Gleichzeitig war er wohl nicht in jedem Fall diplomatisch, was aber auch dazu geführt hat, dass er seine Ziele in der Firma wie auch im Verband erreicht hat. Die Pflege von Beziehungen und der fachliche Austausch war ihm immer ein wichtiges Anliegen. Vielen seiner Weggefährten /-innen war Toni ein geduldiger Lehrer, der in seinem Umfeld den Nachwuchs förderte.

All seine Kompetenzen qualifizierten ihn bestens als Wegbereiter für die Schädlingsbekämpfungsausbildung in der Schweiz. In Zusammenarbeit mit Gabi Müller, Uli Lachmuth, Gérard Cuendet und Joseph Vonarburg hat er diese 2002 ins Leben gerufen. Ab 2005 wurde dieser Kurs als Vorbereitung für die Prüfung zur Erlangung der eidgenössischen Fachbewilligung allgemeine Schädlingsbekämpfung offiziell anerkannt. Als eines der ganz wenigen Sprachtalente im Verband konnte er sich in der Ausbildung nicht nur in der deutschen sondern auch in der französischen und italienischen Schweiz als Referent engagieren und war bis 2017 dabei.

Zudem war Toni viele Jahre im Vorstand und der Bildungskommission des Verbandes Schweizer Schädlingsbekämpfer (VSS) tätig. Von 2003 bis 2006 war er Präsident unseres Verbandes. Toni hat den Verband stets mit viel Herzblut und Engagement unterstützt.

Wir verlieren nicht nur ein Ehrenmitglied, das dem VSS immer mit seinem breitem Wissen und seiner zupackenden Art beiseite stand, wir verlieren auch einen treuen Mitstreiter für die Sache der Schädlingsbekämpfung.

Unser tiefes Beileid geht an die Trauerfamilie.

Der Vorstand und die Bildungskommission des VSS/FSD